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Eigenbau Verkleidung und Isolierung

Ersatzteile selbst bauen oder den Ofen modifizieren? DER Platz für Ideen und umgesetzte Projekte.

Eigenbau Verkleidung und Isolierung

Beitragvon JAU » 10. Nov 2014, 17:58

Der Kopf arbeitet schon ein paar Tage dran aber gestern hab ich die ersten Striche im CAD gemacht.

Es sollen 2 Teile werden. Vorne und Hinten.
Verkleidung CAD Oben.jpg


Rechts die vorhandene Abdeckung werde ich etwas modifizieren müssen. Das hintere Stück bekomme ich so hinter den Ofen, mit dem Meterstab als Muster mal probiert.
Vorne soll wie ein C geformt sein, die Abwicklung dazu:

Verkleidung CAD Vorne.jpg


Zur Fixierung hab ich auch schon paar Ideen, im Grunde wird das Blech aber eher einfach gehalten weil die Möglichkeiten beim Kanten beschränkt sind.
Als Abdeckung schweben mir im Moment 2 Steinplatten vor. 20mm sollte genügen.


Ein paar Fragen sind noch nicht ganz geklärt:

Im Moment habe ich 30mm Isolierung geplant, ist günstig zu bekommen und gesundheitlich unbedenklich. Allerdings sind 3cm vorne ziemlich heftig. Der Hebel der Türen steht jetzt ca. 35mm vom Ofen ab und die Türen stehen auch nur ~22mm vor. Doch nur 20mm vorne und 30mm seitlich?

Stahl lackiert oder Edelstahl? Mir gefällt die Farbe des Ofens eigentlich und mache mir Sorgen das zu viel VA (isoliertes Rauchrohr?) dann auch wieder blöd aussieht. Zumal die vorhandene Abdeckung rechts bei mir ja eh Sichtseite ist.
Das vordere Blech würde vom Laserschnitt als VA gebürstet ca. 150€ kosten.

Ideen, Vorschläge?


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Re: Eigenbau Verkleidung und Isolierung

Beitragvon Freeliner » 11. Nov 2014, 19:44

Ich persönlich würde kein Edelstahl nehmen.

Rauchrohr, Tür und dann noch Verkleidung.....wär mir zuviel...aber halt Geschmackssache ;)


Bin mal aufs Ergebnis gespannt, bin mir aber sicher, da es anständig wird :mrgreen:


Falls du 25mm Keramikfaser (alukaschiert) gebrauchen kannst, meld dich ;)
Hab noch ca. 3,5 lfm "günstig" abzugeben ;)
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Re: Eigenbau Verkleidung und Isolierung

Beitragvon JAU » 12. Nov 2014, 11:50

Freeliner hat geschrieben:Falls du 25mm Keramikfaser (alukaschiert) gebrauchen kannst, meld dich

Die Wallidämmung hatte ich ausgeschlossen weil zu viel übrig bleibt, mit dem Angebot machst du mich nur noch unsicherer. :?

Ich hab mir gestern aus Abfallstücken mal ein Muster vom hinteren Blech gekantet um zu schauen ob ich es hinter den Ofen bekomme. Check. 8-)
1mm ist ziemlich labil, möchte aber keine stabilisierende Kanten reinmachen. Die Isolierplatten könnten der Abdeckung vielleicht das bisschen gelabber abgewöhnen...

Was mich bei der Isolierstoffsuche echt nervt: Für die meisten Produkte wird keine Anwendungstemperatur angegeben. Besonders ärgerlich bei Steinwolle von der ja immer behauptet wird sie würde mehr aushalten. Rockwool gibt für die normalen Dämmprodukte aber auch keine Temperaturen an.
Erst wenns wirklich warm wird, z.B. Bei Klimarock: Anwendungstemperatur 250°C Wollseite (würde ja reichen), auf der Aluseite nur 80°C. :shock:
Von Isover gibts ein Produkt mit identischen Eigenschaften. Aus Glaswolle. :roll:


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Re: Eigenbau Verkleidung und Isolierung

Beitragvon Freeliner » 12. Nov 2014, 17:54

Also die Keramikfaser ist bis 1200° Hitzefest ;)

Sag einfach Bescheid wenn du sie haben willst....(halber Preis) + Versand ;)
...wenn du nur 2m brauchst, auch kein Problem ;)

Ansonsten mal noch bei Knauf die Hochtemperaturmatten anschauen

http://www.knaufinsulation-ts.com/sites/ti.knaufinsulation.net/files/Preisliste_TS_DE_April_2013_Web.pdf


...was das Blech angeht... ohne Kanten zum Stabilisieren würd ich schon Richtung 2mm gehen, min. 1,5mm.
Würde auch zwischen Ofen und Dämmung noch 5mm Luft lassen, isoliert zusätzlich....und hast keine direkte Wärmeübertragung.
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Re: Eigenbau Verkleidung und Isolierung

Beitragvon JAU » 12. Nov 2014, 22:56

Bei den Isoliermaterialien die ich mir bislang angesehen habe achte ich aber auch immer auf eine mögliche Bezugsquelle und VPE. Insofern ist Knauf keine Option, aber immerhin eine schöne Übersicht der diversen Möglichkeiten.

Ob die Luftschicht zwischen Ofen und Alukaschierung tatsächlich isolierend wirkt ziehe ich inzwischen halt auch in Zweifel. Wenn das so einfach wäre warum macht das sonst keiner? :?:
Die Wärmestrahlung wird ja nicht einmal reflektiert und ist dann weg. Im Aufstellraum mag sie sich verlaufen, aber in der 5mm Zwischenschicht? Da ist doch anzunehmen das sie mehr als einmal am Alu wirkt, womit der erhoffte Effekt wieder hinfällig wäre.

2mm Stahlblech ist schon wieder zu viel, das geht auf der Flaschnerkantbank nicht.


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Re: Eigenbau Verkleidung und Isolierung

Beitragvon Freeliner » 13. Nov 2014, 06:58

Ich meine, dass durch die 5mm Luftschicht das Alu besser reflektieren kann, als wenn es press am Ofen anliegt.
Ist aber nur eine Vermutung....

Ach so, mit halber Preis mein ich nicht halber Paketpreis, sondern halber regulärer qm² Preis-->entspricht 15€m² ;)
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Re: Eigenbau Verkleidung und Isolierung

Beitragvon JAU » 13. Nov 2014, 09:53

Hab mir gestern schon den Kopf zerbrochen wie ich das testen könnte, bis mir einfiel das ich ja schon in die Richtung experimentiert hatte. Muss den Versuch aber nochmal wiederholen, da hatte sich ein Fehler eingeschlichen.


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Re: Eigenbau Verkleidung und Isolierung

Beitragvon JAU » 17. Nov 2014, 16:33

Das Experiment ist abgeschlossen, Ergebnis: Hmmmm - weiß nicht.

Der Gedanke damals war (schon paar Tage her, Messwerte aus dem Gedächtnis): Wie bekloppt ist die Idee eine Steinabdeckung direkt auf den Ofen zu legen?
Hab dazu 2 Fliesenstücke genommen, eins direkt auf die Platte, die zweite mit einer dünnen Isolierung (~5mm) dazwischen.
Die Fliese mit Direktkontakt heizte sich auf 110°C auf (das IR-Thermometer misst an der Platte nur 95°C, schönes Beispiel für Messfehler.), die mit Isolierung lag bei ~60°C.
Wollte dann testen ob eine Luftschicht auch so gut isoliert, hatte aber das Problem das ich nicht wusste wie ich die Wärmeleitung ausschließen könnte. Habs mit möglichst kleiner Kontaktfläche versucht, die Fliese lag dann auf 3 Sprengringen auf. Temperatur: 110°C.
Um der Frage nachzugehen ob es sich tatsächlich um Wärmeleitung handelte versucht ich es jetzt noch einmal, nur mit kleinen Isoliersoffstückchen statt der Metallteile. Die Fliese auf der Vollisolierung erreichte ca. 55°C, die Fliese mit Luftspalt hatte ~58°C.
Nächster Test war dann mit einseitiger Alufolie, die isolierte erreichte wieder 55°C, die mit Luftspalt 50°C. Der Vergleich ist aber mit Vorsicht zu genießen weil die Folie nur gewickelt war und so zwischen Folie und Fliese eine zweite Luftschicht lag.

Fazit: Für Wärmeleitung reichen kleinste Kontaktflächen aus, wenn also Kontakt unumgänglich ist lieber Isolierung als Metall.
Der direkte Vergleich Iso gegen Luft spricht für die Isolierung, obwohl man im Test auch da von einem hohen Anteil von Wärmleitung ausgehen kann.
In der Praxis am Ofen gehe ich aber davon aus das die Lufttemperatur zwischen Ofen und Alukaschierung recht hoch sein wird weil die Luft nicht entweichen kann. Das ist beim Test auf der Platte vermutlich anders.

Leider bleiben, bei dem Testaufbau, noch eine gute Handvoll Unsicherheiten. Ich werde die Isolierung aber direkt an den Ofen legen und den Metallkontakt so weit als möglich vermeiden.
Seitlich und hinten 25mm Keramikfaser. Vorne 20mm wegen der Optik. Da wird Steinwolle Rohrisolierung verbaut, das bekomme ich in kleine Mengen. Oben lass ich mal Platz für 30mm. Da muss man ja regelmäßig die Iso entfernen und geht ev. kaputt.


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Re: Eigenbau Verkleidung und Isolierung

Beitragvon Freeliner » 17. Nov 2014, 17:08

Was die Iso oben angeht..... einfach schön in Alufolie einpacken.

Gibt dann schöne Pakete, die man gut entfernen kann und "staubt" auch nix.

Hab ich so mit der Keramikfaser gemacht die ich auch oben verbaut habe ;)
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Re: Eigenbau Verkleidung und Isolierung

Beitragvon JAU » 20. Nov 2014, 17:35

Die Laserteile hab ich zwischenzeitlich in Auftrag gegeben.
Das Blech für die Rückseite beziehe ich über den Flaschner bei dem ich die Teile auch kante.

Mache mir derweil Gedanken über die Oberflächenbehandlung...

Die jetzige Farbe gefällt mir zwar, ist aber leider keine Option. 20€/Dose ist zu teuer. Und die Fläche aus der Büchse zu lacken kommt auch nicht in Frage.
Beim Maler war ich schon. Die Hochtemperaturlacke die der führt sind aber alle richtig Hochtemperatur (>500°C), wenn man die nicht einbrennt bleiben sie immer ein wenig klebrig - geht auch nicht.
Alternativ hat er mir Schuppenpanzer angeboten. Bei dem Lack ist die Oberfläche wie am Walli, nur der Farbton passt nicht ganz. Anthrazit ist ein wenig dunkler, das dunkelste grau ein bisschen zu hell. Wär jetzt nicht das Problem, aber der Lack verträgt (wie die meisten Lacke) auf Dauer nur 80°C. Da ich auch den Deckel rechts neu streiche muss könnte es Probleme geben.
Von der Oberfläche recht ähnlich wäre eine matte Pulverbeschichtung. Standard verträgt die sogar nur 60°C, Hochtemperatur bis 300°C. Preisschätzung bekomme ich erst wenn ich die Teile vorzeigen kann.

Eine Rostoptik kam mir auch als Idee, Versuche laufen. Wobei ich nicht so recht überzeugt bin. Essigessenz als Aktivator wird ein knalliges Hellrot. Das Probestück mit Salzwasser oxidiert noch nicht richtig.

Hab auch schon 2 Stücke mit eingebranntem Leinölfirnis gemacht. Sehr interessante Farben! Das erste Stück ging von Tiefschwarz bis ins Hellblau, Goldgelb und auch Kupferrot. Wurde also eher ungleichmäßig und ändert je nach Lichteinfall auch die Farbe. Weiß noch nicht ob mir das auf der Fläche gefällt...
Der zweite Versuch wurde streifig, hab jetzt ein Muster mit zuviel und eins mit zu wenig Öl. :roll:


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