Wallthermfreunde

Forum für Nutzer und Begeisterte der Walltherm Holzvergaser

Königsspitze bei Würzburg

Stellt euch und eure Installation vor. Bilder sind immer Willkommen.

Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Kestler » 10. Jan 2015, 19:27

Oberfranke hat geschrieben:War bei mir auch so mit den Siedegeräuschen...gehn aber irgendwann weg.
Liegt einfach daran dass es wohl trotzdem ziemlich lange dauert bis wirklich alle Gase aus dem Wasser raus sind.

Also ich würd die Ketten drin lassen.


Hallo Oberfranke,

hab´ den zweiten "Kettensatz" wieder reingehängt - AGT ist wieder auf ca.130-140 gesunken :D

Wie lange hat es gedauert bis die Siedegeräusche weg waren - bei mir sind etwa 2500 Liter Wasser im System :?

Der Ofen läuft im Dauerbetrieb täglich von ca. 7:30 bis ca. 22:00 und verbrennt in dieser Zeit ca. 100-120kg Holz (Buche,Eiche,Esche). Die Energie wird dabei zu 90% vom (noch) ungedämmten Gebäude aufgenommen, der Rest geht in den Puffer.

Gestern ist auch der Volumensensor angekommen, mal sehen wann mein Heizungsbauer das "Rohreinfriergerät" entbehren und ich die Messung einbauen kann ;)

Herzliche Grüße aus Unterfranken

Michael
Wer nie einen Fehler beging, hat nie etwas Neues ausprobiert. (Albert Einstein)
Benutzeravatar
Kestler
 
Beiträge: 12
Registriert: 21. Dez 2014, 19:03
Wohnort: Reichenberg bei Würzburg

Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Oberfranke » 10. Jan 2015, 20:26

Also 2500 Liter ist schon echtn Wort :shock:
Das kann echt dauern... bei mir is Anfang Dezember endlich mal der Pelletkessel angeschlossen worden. Dadurch haben wir einen Teil des Wassers abgelassen und neu aufgefüllt. Ich entlüfte den Pelletkessel nach wie vor alle zwei Tage und da kommt noch ordentlich was raus. Denkt man garnicht wie viel das ist.

Jedenfalls letzten Winter war dann irgendwann einfach mal Schluss mit Siedegeräuschen und auch wo ich diesen wieder angefangen habe Ruhe. Bei dir wirds wohl länger dauern durch die Riesenmenge.

Falls es dich tröstet... da mussten schon einige von uns durch :D Irgendwann ist aber im Normalfall Ruhe.
Frisches Wasser ist eben kein Heizungswasser hehe

Grüße
Oberfranke
 
Beiträge: 99
Registriert: 7. Nov 2013, 23:19

Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Freeliner » 10. Jan 2015, 20:33

Kestler hat geschrieben:Der Ofen läuft im Dauerbetrieb täglich von ca. 7:30 bis ca. 22:00 und verbrennt in dieser Zeit ca. 100-120kg Holz (Buche,Eiche,Esche). Die Energie wird dabei zu 90% vom (noch) ungedämmten Gebäude aufgenommen, der Rest geht in den Puffer.


Ist das dein Ernst :?: :o :shock:

Fehlt da noch das Dach und die Fenster :?: :!: :shock:


Spaß bei Seite, runde 400-500 kwh/Tag sind ja mal mehr als sportlich 8-)

Wie groß ist das Gebäude und der Aufstellraum, dass einen solch hohen Verbrauch hat
und auch den Walli so lange am Stück brennen lassen kann :?: (und dann noch ungedämmt)
...Dämmstandard/Fenster :?:

...Wahnsinn :mrgreen:
Benutzeravatar
Freeliner
 
Beiträge: 489
Registriert: 10. Feb 2013, 20:05
Wohnort: Saarland

Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon tsrg » 11. Jan 2015, 18:29

Kestler hat geschrieben: in dieser Zeit ca. 100-120kg Holz (Buche,Eiche,Esche)


Wie machst Du das? :?:

In der Annahme, dass Du 120kg Eiche verbrennst und der rm Eiche trocken (22%) meinetwegen 600kg wiegt, sind das am Tag 0,2rm im Walltherm. Ich lasse meinen Walltherm auch gerne an kalten Tagen von 9:00 (nach demFrühstück) loslegen und werfe gg 22:00 das letzte Holz rein. Dabei schaffe ich etwa 0,1 rm/Tag. Derzeit ist es ein wenig mehr, weil sich Reste der Weide und Birke darin finden, die aber auch leichter sind.

Bei 120kg Eiche wäre die andere Rechnung: 120kg*4,2kwh/kg=504kwh

selbst bei einem Wirkungsgrad, der 90% nicht übersteigt, wären das noch immer ca. 450kwh!!!

Der Walltherm müsste daher mit seiner Nennwärmeleistung von 15kwh bei dir 30h brennen oder in der Zeit von 7:30-22:00 Uhr durchgängig ca. 27kwh bringen oder Du verbrennst nasses Holz oder der Wirkungsgrad ist scheußlich schlecht.

Sind es also wirklich 0,2rm pro Tag?

tsrg
tsrg
 
Beiträge: 144
Registriert: 9. Nov 2013, 20:03
Wohnort: 15344

Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Kestler » 15. Jan 2015, 16:55

Hallo Wallthermheizer,

es handelt sich um einen (noch) ungedämmten Neubau in KS gemauert mit einer beheizbaren Fläche von etwas mehr als 500m².

Aktuelle Situation in dieser Woche: Verheizt wird ein Mix aus ca. 70% Buche 10% Eiche und ca. 20% andere Hölzer. Der Ofen wird täglich gegen 6:30Uhr in Betrieb genommen und letztmalig gegen 22:30 Uhr voll befüllt, es wird alle 2-3 Stunden nachgelegt. Der Holzverbrauch ist etwas mehr als 1 Ster/Woche.

Rechnung: 1 Ster/rm (ca. 530kg) = ca. 2000kWh (530kg x 3,8kWh/kg) /7 Tage = ca. 287kWh/Tag.
Bei einer angenommenen Leistung von ca. 15kWh wäre das eine Brenndauer von ca. 19 Stunden
... das würde passen

Ohne die eingehängten Ketten war der Holzverbrauch deutlich höher da war ich bei über 1,5 Ster/Woche - was im Umkehrschluss bedeutet dass wohl 30% der Energie "durch den Schornstein" ging :(

Auf Rückfrage hat man mir mitgeteilt dass Walltherm das Problem erkannt habe und mir einhängbare Wirbulatoren liefern wird - Bilder folgen :-)

Herzliche Grüße aus Unterfranken

Michael

PS: ... wenn im Sommer dann die Dämmung (16cm) auf der Außenhülle ist schaut das in nächsten Winter schon ganz anders aus ;)
Wer nie einen Fehler beging, hat nie etwas Neues ausprobiert. (Albert Einstein)
Benutzeravatar
Kestler
 
Beiträge: 12
Registriert: 21. Dez 2014, 19:03
Wohnort: Reichenberg bei Würzburg

Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon tsrg » 15. Jan 2015, 19:29

Ok, das kommt dann hin. Aber dass es 50% mehr Holzverbrauch bei gleicher Leistung waren, ist schon heftig.

Tsrg
tsrg
 
Beiträge: 144
Registriert: 9. Nov 2013, 20:03
Wohnort: 15344

Update aus Unterfranken

Beitragvon Kestler » 27. Mär 2016, 22:47

Hallo Wallthermheizer,

nun ist über ein Jahr vergangen und es wird Zeit für ein Update zu meiner Heizungsanlage ;-)

Inzwischen wurde das Haus gedämmt (16cm Styrodur) und es hat sich der erwartete Effekt eingestellt dass das gesamte Gebäude wie ein Speicher funktioniert :D Wie geplant wird das schwere Kalksandseiten-Außenmauerwerk durch den Ofen langsam erwärmt und gibt nach dem Heizen die Wärme wieder an die Innenräume ab. Im Sommer stellt sich der umgekehrte Effekt ein, das Mauerwerk erwärmt sich nur langsam und so bleibt es kühl in den Räumen. Das Ganze wird von einer Lüftungsanlage mit Erdwärmetauscher unterstützt.

Um nachvollziehen zu können ob alles so funktioniert wie geplant wurde entsprechende Messtechnik installiert (danke an die Fa. Technische Alternative die eine ebenso geniale wie auch kostengünstige Heizungssteuerung baut). So sehe ich alle Temperaturen wie auch die Heizleistung die in den Pufferspeicher geht und kann das gesamte Heizungsschema grafisch darstellen.

Mein Königspitze heizt, obwohl er inzwischen mit den Original-Walltherm Wirbulatoren in allen Zügen ausgestattet ist noch immer wie ein Höllenfeuer. Das hat dazu geführt dass inzwischen die unteren Scheiben ersetzt werden mussten nachdem sie geberstet waren - inzwischen steht innen ein Schamottstein.

Der Ofen gibt nach Anbringen des Walltherm-Dämmpaketes bei normalem Betrieb eine Leistung zwischen 10kW und 15kW wasserseitig ab, es kann aber auch schon mal bis 19kW sein. Im Normalbetrieb liegt die Rauchgastemperatur bei ca. 160° bis 180°, das geht bei entsprechend höherer Leistung auch mal bis auf 250°. An einem "normalen" Wintertag (AT= ca. 0°C) benötige ich ca. 80kWh um das Gebäude zu beheizen, das schafft der Königspitze in ca. 6-7 Stunden und verbraucht dabei ca. 50kg Brennholz, nachlegen muss man dabei alle 1-2 Stunden.

Die Heizleistung ist, sobald der Ofen seine optimale Betriebstemperatur erreicht hat (nach ca. 2-3 Stunden), im wesentlichen davon abhängig wie hoch die Beladung ist.

Der Kaminkehrer war nach einem Jahr etwas enttäuscht von der geringen Menge an Asche die im Außenkamin zu finden war ;)

Herzliche Grüße aus Unterfranken

Michael
Wer nie einen Fehler beging, hat nie etwas Neues ausprobiert. (Albert Einstein)
Benutzeravatar
Kestler
 
Beiträge: 12
Registriert: 21. Dez 2014, 19:03
Wohnort: Reichenberg bei Würzburg

Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Freeliner » 28. Mär 2016, 09:11

Kestler hat geschrieben:m Normalbetrieb liegt die Rauchgastemperatur bei ca. 160° bis 180°, das geht bei entsprechend höherer Leistung auch mal bis auf 250°. An einem "normalen" Wintertag (AT= ca. 0°C) benötige ich ca. 80kWh um das Gebäude zu beheizen, das schafft der Königspitze in ca. 6-7 Stunden und verbraucht dabei ca. 50kg Brennholz, nachlegen muss man dabei alle 1-2 Stunden.


Vermute aber, die Abgastemperatur wird digital gemessen, also an dem "Ausgang" über der Direktklappe, oder :?:
...dort wird sie mal etwas höher angezeigt als im Rauchrohr ;)

Die "benötigten" 80kWh und 50kg Brennholz passen irgendwie net zusammen 8-)
50kg Brennholz sind schon über 200kWh minus Wirkungsgrad immer noch gute 170kWh ;)

Also entweder benötigst du deutlich mehr Energie, oder dein Walli brennt nicht unbedingt sehr effizient.
Die Abgastemperaturen sind ja doch noch recht hoch und 250° im Vergaserbetrieb sind echt heavy :shock:

Evtl. den Zug vom Schornstein mal etwas drosseln :!: :?:
Benutzeravatar
Freeliner
 
Beiträge: 489
Registriert: 10. Feb 2013, 20:05
Wohnort: Saarland

Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Kestler » 29. Mär 2016, 09:32

Hallo Freeliner,

die Messung erfolgt digital im Rauchgasrohr, dort gibt es das Original-Fühlerrohr in dem normalerweise das analoge Thermometer eingesteckt ist. Da ich die Zusatzdämmung habe ist dieses Fühlerrohr durch die Dämmung verdeckt und somit ideal für einen PT1000.

Das bei der Dämmung mitgelieferte Thermometer habe ich ca. 15cm höher im Abgasrohr angebracht.

Die Messung des analogen und des digitalen Thermometer weichen kaum voneinander ab.

Das mit den 50kg Holz kommt schon hin, die Umrechnung 1kg Buche = 4kWh ist eine Wunschvorstellung der Brennholzhersteller die nur unter Idealbedingungen erreicht werden kann. Ich habe viele Kunden mit Holzheizung, auch einige mit Holzvergasern und weiss ungefähr wie groß der Wärmebedarf und der Holzverbrauch ist ;)

Oft wird mit Mischholz geheizt oder das Holz ist noch zu feucht oder schon zu alt, ich rechne je kWh mit ca. 3,5kg, das sollte mindestens erreicht werden ;)

... wer macht sich schon die Mühe das Holz zu wiegen und den Feuchtegehalt exakt zu bestimmen bevor er es verheizt? Auch hat nicht jeder einen beheizten Lagerraum in dem das Holz auf unter 15% Feuchte trocknen kann.

Das kann natürlich örtlich auch anders sein, in unserer Gegend wird das Holz hauptsächlich selbst aufbereitet, kommt aus dem heimischen (Misch-)Wald und wird im Freien (Abgedeckt) gelagert.

Dann kommt da noch die Sache mit dem Wirkungsgrad, wie man aus dem VW-Skandal gut erkennen kann sind die Herstellerangaben nur unter Idealbedingungen zu erreichen ;) Ich ziehe von der Herstellerangabe 10% ab dann habe ich einen realistischen Wert der aber auch nur unter guten Bedingungen zu halten ist. Bei einem Naturzugofen wie dem Walltherm ist es kaum möglich den Wirkungsgrad optimal zu erreichen und über die Dauer des Abbrand zu halten, das funktioniert nur bei Saugzugöfen mit Lambdaregelung einigermaßen gut.

Zu den angegebenen 80kWh muss noch die an den Raum abgegebene Leistung hinzugerechnet werden, diese kann ich nur schätzen und denke das sind ca. 20-30kWh.

So komme ich unter Berücksichtigung des realistischen Wirkungsgrades (70-80%) auf ca. 110 kWh Nettoleistung bei ca. 50kg (Mischholz), die AGT ist dabei auf ca. +/- 170°C

Ich denke es gibt noch Raum zum Optimieren meiner Anlage, wie schon geschrieben habe ich noch etwas Probleme mit dem zu hohem Zug meines Abgaskamin was auch dazu führt dass ich zeitweise eine Leistung von weit über 20kW aus dem Walli geliefert bekomme...

Herzliche Grüße aus Unterfranken

Michael
Wer nie einen Fehler beging, hat nie etwas Neues ausprobiert. (Albert Einstein)
Benutzeravatar
Kestler
 
Beiträge: 12
Registriert: 21. Dez 2014, 19:03
Wohnort: Reichenberg bei Würzburg

Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Freeliner » 30. Mär 2016, 10:05

Kestler hat geschrieben:die Umrechnung 1kg Buche = 4kWh ist eine Wunschvorstellung der Brennholzhersteller die nur unter Idealbedingungen erreicht werden kann.

Das ist keine Wunschvorstellung der Brennholzhersteller, das ist Tatsache und Physik ;) Natürlich bei 100% Wirkungsgrad.
Ist aber klar, ein Wert muss ja irgendwo definiert werden.

Ich rechne den Raummeter Buche/Eiche mit runden 1700kWh....kommt bei mir recht gut hin.

Kestler hat geschrieben:So komme ich unter Berücksichtigung des realistischen Wirkungsgrades (70-80%) auf ca. 110 kWh Nettoleistung bei ca. 50kg (Mischholz), die AGT ist dabei auf ca. +/- 170°C

Was verstehst du unter Mischholz :?: Nadel und Laubholz, oder unterschiedliche LAubhölzer :?:
Wenn ich mit deinen Werten rechnen würde, wäre mein Haus zu sparsam, viel zu sparsam....passt absolut nicht zusammen.
....wäre natürlich dbzgl. ne schöne Sache :mrgreen:

Daher denke ich, bei dir geht noch einiges/vieles verloren :(

Kestler hat geschrieben:Zu den angegebenen 80kWh muss noch die an den Raum abgegebene Leistung hinzugerechnet werden, diese kann ich nur schätzen und denke das sind ca. 20-30kWh.

Hättest du dies oben geschrieben, hätte ich nix groß gesagt ;) Ich ging von der benötigten Gesamtwärme aus inkl. Raumabgabe.


Der Heizwert pro Kg Holz ist bei allen Hölzern annährend gleich mit 4,2-4,3kWh/kg bei 15% Wassergehalt.
Hier schon gute 15% abziehen, dann nochmal 13-23% vom Walli Labor-Wirkungsgrad (93%) halt ich doch etwas übertrieben.


Kestler hat geschrieben:Ich habe viele Kunden mit Holzheizung, auch einige mit Holzvergasern und weiss ungefähr wie groß der Wärmebedarf und der Holzverbrauch ist ;)


Kämen dann grad mal 2,3-2,7kWh/kg an 8-)
......ich käme in Richtung "Niedrig-/Niedrigstenergiehaus" :shock: ..und wir sind eher verschwenderisch wenn ich unsere Raumtemperaturen sehe :o ....schön wärs was das Haus an sich anging :mrgreen:

Hier wird auch viel mit Holz geheizt, hab auch viele Bekannte mit Vergasern im Keller, solche Werte kommen nur zustande,
wenn der Vergaser nicht sauber/effizient heizt.....meist die, die von den HB´s reingekloppt werden und fertig.

Die Vergaser wo sich der Hausherr richtig drum kümmert bzw. selbst einbaut/betreut laufen meist besser.
Zieht sich so durch den Bekanntenkreis und die ganzen Foren ob HTD, Holzvergaserforum etc.....


Glaub mir, der Walli kann deutlich mehr :!: ;)
Benutzeravatar
Freeliner
 
Beiträge: 489
Registriert: 10. Feb 2013, 20:05
Wohnort: Saarland

VorherigeNächste

Zurück zu Mein Walli und ich



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de • Theme created by StylerBB.net
Impressum
cron