Wallthermfreunde

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Königsspitze bei Würzburg

Stellt euch und eure Installation vor. Bilder sind immer Willkommen.

Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Kestler » 21. Dez 2014, 20:28

Hallo Wallthermfreunde,

Zunächst möchte ich mich als "Neuling" kurz vorstellen:

Mein Name ist Michael, wohne in Reichenberg bei Würzburg und ich bin in Sachen Holzvergaser schon etwas verwöhnt, in den vergangenen 5 Jahren hatte ich einen Fröling S4 Turbo im Keller, was meiner Meinung nach der beste Holzvergaser am Markt ist. Nun bin ich umgezogen und wollte die Flamme im Wohnzimmer haben ;-)

So heizt seit kurzem auch bei mir ein Königsspitze.

Der Ofen ist seit einer Woche in (Dauer-)Betrieb und scheint bis auf eine Ausnahme so zu funktionieren wie er soll. :D
Er hat einen guten Zug und ist leicht in Betrieb zu nehmen, alle Temperaturen außer der Abgastemperatur sind so wie der Hersteller es angibt.

Die Abgastemperatur lieg bei mir konstant um 200Grad.

Es würde mich interessieren wie hoch die Temperatur bei anderen Wallthermbetreibern ist bzw. woran es liegen kann dass die Temperatur bei mir so hoch ist.

Auch interessieren würde mich der Holzverbrauch, bei mir ist eine Füllung mit Buche nach knapp 3 Stunden "durch"'

Herzliche Grüße aus Reichenberg

Michael
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Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon JAU » 21. Dez 2014, 21:31

Willkommen Michael,

Kestler hat geschrieben:Fröling S4 Turbo im Keller, was meiner Meinung nach der beste Holzvergaser am Markt ist.

Kommt immer drauf an was für eine Brille man grad auf hat. ;)
Fröling ist meines Wissen sein Ableger von ETA, deren SH20 hat zwar einen "normalen" Brennraum, ist bei der Bedienung aber weiter (Touch ist Serie) und bietet ein Feature das Fröling glaub nicht hat: Gluterhaltung.

Aber wir sind nicht hier um uns über den neusten Nobelschlitten mit Drive-Assist und Comfort-Ride zu unterhalten. Wir haben den italienischen Sportwagen an dem das einzig Elektrische Licht und Hupe sind! 8-)

Kestler hat geschrieben:Die Abgastemperatur lieg bei mir konstant um 200Grad.

Wallnöfer hat die Rauchzüge geändert. Dadurch wurden zwar die Zugprobleme reduziert, aber die Temperatur ging auch hoch.
Erster Schritt wäre zu schauen wie die Zugbegrenzung (Serie, hinter dem Rauchrohranschluss) steht und wie der Ofen reagiert wenn du die weiter schließt.
Zweiter Schritt: Wirbulatoren.

Kestler hat geschrieben:Auch interessieren würde mich der Holzverbrauch, bei mir ist eine Füllung mit Buche nach knapp 3 Stunden "durch"'

Ja, kommt etwa hin. Nachsehen eher so im 1h-Rhythmus. Oftmals bildet sich Hohlbrandt an der Düse, das reduziert die Leistung.
Darfst auch nicht vergessen das der Walli nur 60l statt 145l Feuerraum hat. Wenn er ganz abgebrannt ist bekomme ich den Inhalt eines 30l-Eimers komplett rein. Ist aber eher die Ausnahme weil der Walli dann schon fast keine Glut mehr hat.


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Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Kestler » 22. Dez 2014, 19:51

Hallo Jau,
zunächst ein Danke für die schnelle Antwort :-)

Dass der Walltherm hinten eine Zugbegrenzung hat wusste ich nicht, ist das irgendwo dokumentiert?

... werde morgen wenn er abgekühlt ist mal nachsehen und etwas damit "spielen"

Herzliche Grüße aus Unterfranken

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Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Freeliner » 22. Dez 2014, 20:09

Hinter dem Rauchrohr hast du doch eine längliche Verschlussklappe, schaut ein Plastikgriff raus ;)

Darüber kann man einen Kurzschlussweg steuern.

Beim alten Model (mit dem horizontalen Wärmetauscher) konnte man diesen quasi Auschalten bzw. nur teilbenutzen.
Somit hatte der Ofen weniger Widerstand und zog besser (bei Zugproblemen)

Das Blech ist beim neuen Model immernoch vorhanden, nur hat dies nimmer die Funktion wie vorher...
Einfach mal mit spielen.....ansonsten Wirbulatoren in den Wärmetauscher hängen....

Hier mal reinschauen ;)
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Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Kestler » 23. Dez 2014, 22:36

Hallo Freeliner,

heute habe ich die hintere Abdeckung geöffnet um mir das mal anzuschauen. Das untere Blech ist ganz nach unten gedreht und lieg fast auf dem Wärmetauscher auf.

Bei meinem Modell gibt es keinen oberen (horizontalen) Wärmetauscher daher wird wohl die einzige Möglichkeit den Zug zu drosseln der Einbau von Wirbulatoren sein.

Schade finde ich dass Walltherm Anleitungen mitliefert in denen das falsch dargestellt ist. In meiner Anleitung (Versian 13) ist der obere Wärmetauscher sowie dessen Reinigung gezeichnet und ausführlich beschrieben.

Aktuelle Abgastemperatur ist 220°, mein Kamin hat eine Länge von fast 10m, Edelstahl, 150mm, gedämmt, die Zuluft kommt von Außen über zwei Wickelfalzrohre (ca. 1m) direkt in den Ofen - alles voraussetzungen für besten Zug ;-)

Eine Drosselklappe im Rauchgasrohr ca. 80cm über dem Ofen ist vorhanden, zeigt aber selbst in geschlossener Stellung so gut wie keine Wirkung (Temperatur geht ca. 10° runter).

Herzliche Grüße aus Unterfranken

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Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Freeliner » 24. Dez 2014, 09:49

Moin,

ja, die Voraussetzungen sind ja wirklich bestens ;) :D ...und 220° bei geschlossener Klappe ist echt ne Hausnummer :shock:

Verstehe das auch nicht so ganz, wenn eine solche Änderung gemacht wurde,
dann muss auch die Anleitung entsprechend geändert werden.
Der Kunde fragt sich doch im ersten Moment..."wo issen der obere Wärmetauscher" :?: ...wurde wohl vergessen :roll:


Probier es mal wie "Oberfranke" mit den "Wirbulatoren" aus.

Würde diese aber über einen z.B. etwas dickeren Schweißdraht hängen, damit sie schön mittig im Wärmetauscher hängen.

..bzw. wie ich auch im anderen Thread geschrieben habe....

Was wohl auch ginge, wäre in dem Bereich wo vorher die horizontalen Züge waren eine Umlenkung bzw. Widerstand einzubauen.

...kann man ja ganz simpel mal mit Blech oder Schamott/Vermiculite oder Ytong probieren.
Letztere beiden sind halt super zuzuschneiden. (dort wo auch das Lochblech sitzt)
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Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon JAU » 24. Dez 2014, 10:12

Ich sach mal: Linke und Rechte Hand...
Seither war es ja nicht nötig bei Änderungen am Ofen auch gleich die Doku zu ändern, es waren ja meist nur Details. Bedauerlich das es bislang übersehen wurde dass Handlungsbedarf besteht. Vor allem die strengen Vorgaben in Bezug auf Kaminzug sind so sicher nicht mehr notwendig.

Das die Ketten am Tauscher anliegen schadet eigentlich nicht, ev. ist es auch ein Grund das die Wirbulatoren so gut funktionieren. Die Kette bremst nicht nur das Abgas, sie gibt die Wärme direkt an den Tauscher ab, die Tauscherfläche ist größer geworden.
Solange die Glieder vom Ruß nicht an den Ofen festbacken sehe ich kein Problem damit sie so aufzulegen.


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Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Freeliner » 24. Dez 2014, 10:32

Eine etwas höhere AGT sehe ich auch nicht als problematisch an, sondern eher positiv als negativ.

Lieber 20° mehr als zu wenig.....

Vorher war das ja alles sehr grenzwertig mit den "gewünschten" 110-120°

Wobei da schon ein Unterschied ist, ob man im Rauchrohr misst, oder im Bereich unter der Umlenkplatte
(dort misst z.B. meine Steuerung die AGT)


Wenn ich sehe, dass bei der Wasserversion jetzt eine AGT von 130-170° bei 93% Wirkungsgrad angegeben wird
und bei der Luftversion ca. 180° bei 87% Wirkungsgrad, kann da nicht sooooo ein großer Unterschied herrschen :roll:

Wundert mich aber schon etwas....Wirkungsgrad gleich, jetzt aber mehr Abgastemperatur und nur ein Wärmetauscher... :roll:
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Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon Kestler » 24. Dez 2014, 12:59

Hallo Wallthermheizer,

zunächst erstmal: Frohe Weihnachten !!!

auch heute wieder 220° AGT am Thermometer und auch der Fühler der UVR16x2 misst 118°, die Drosselklappe im Abgasrohr über dem Ofen ist geschlossen...

Da die Zuluftklappe den Ofen immer wieder abriegelt habe ich eines der beiden Zuluftrohre von Außen versuchsweise verschlossen damit der Ofen weniger Luft bekommt. Effekt: die AGT ist unverändert aber die Zuluftklappe gibt nun "ruhe" :-)

Bin gerade dabei Ketten zu bestellen um diese als Wirbulatoren einzubauen, das Prinzip kenne ich von meinem Fröling, der hatte diese Wirbulatoren auch im Rauchgaskanal um den Wirkungsgrad zu steigern. Die Frage die sich stellt ist: Welche Kettengröße ist die richtige?

Im Prinzip stelle ich mir das so vor dass ich in die 9 Züge des WT jeweils 2 Ketten hänge, die Züge sind rechteckig und haben ein Maß von ca. 3x6cm. Über die Kettenlänge kann ich dann wohl den Zug beeinflussen (je länger die Kette desto größer der Widerstand).

Als Kettengröße käme in Frage:

5mm Langgliedrig, diese hat ein Außen-Gliedmaß von ca 20x45mm
5mm Kurzgliedrig, diese hat ein Außen-Gliedmaß von ca 18x33mm
6mm Langgliedrig, diese hat ein Außen-Gliedmaß von ca 24x36mm
6mm Kurzgliedrig, diese hat ein Außen-Gliedmaß von ca 24x55mm

Welche Kettengröße würdet Ihr nehmen?

Auf eine rege Diskussion freue ich mich und werde gleich mal ein paar Bilder machen und diese hochladen...

Herzliche Weihnachtsgrüße aus Unterfranken

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Re: Königsspitze bei Würzburg

Beitragvon JAU » 24. Dez 2014, 13:55

Freeliner hat geschrieben:Wundert mich aber schon etwas....Wirkungsgrad gleich, jetzt aber mehr Abgastemperatur und nur ein Wärmetauscher... :roll:

Für die Abgagswerte wird noch immer das selbe Protokoll hergenommen. Und mein Bezirksschornsteinfegermeister sagt ich verliere mit der Eigenbaudüse die Zulassung. :roll:

Kestler hat geschrieben:Da die Zuluftklappe den Ofen immer wieder abriegelt

Einfach am Drehknopf bissl höher stellen.

Was aber auch sein kann: Nach gewisser Betriebszeit hat sich bei paar das Gewinde am Kopf vom Zugregler gelöst. Wieder Festziehen und gut.
Der Regler reagiert auch etwas auf Außentemperatur, bei Wärmestau unter der Haube macht er auch zu früh zu.

Kestler hat geschrieben:Welche Kettengröße würdet Ihr nehmen?

Die günstigste. 8-)


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